Seit der Saison 1992/93 ist die Uefa Champions League der Wettbewerb, in dem die besten Fußballmannschaften Europas gegeneinander antreten. Die Champions League löste den Europapokal der Landesmeister ab, in dem seit 1955/56 die Meister aller europäischen Fußballligen gegeneinander angetreten waren.
In den 1990er Jahren wurde der bisherige Landesmeisterpokal in mehreren tiefgreifenden Schritten zugunsten der europäischen Spitzenmannschaften umstrukturiert, die bereits seit mehreren Jahren –vor allem aus finanziellen Gründen– die Einführung einer europäischen Spitzenliga gefordert hatten. Ihrem Wunsch nach einer garantierten Mindestanzahl von Spielen wurde durch die Einführung einer Gruppenphase entsprochen. Die Meistermannschaften der übrigen Länder treten mittlerweile in der UEFA Europa League (dem früheren Uefa-Cup) an.
Seit 1999 nehmen 32 Mannschaften an der Champions League teil. 22 Mannschaften aus 13 Ländern sind direkt qualifiziert, die übrigen 10 Teilnehmer werden in drei Qualifikationsrunden mit anschließenden Playoffspielen ermittelt. Wie viele Teams aus welchem Land qualifiziert sind, ergibt sich anhand der 5-Jahres-Wertung der UEFA, in der alle Ergebnisse der Mannschaften eines Landes in sämtlichen internationalen Wettbewerben mit einbezogen werden. So wird sichergestellt, dass auch Mannschaften aus schwächeren Ligen mit konstant guten Leistungen in die Champions League aufsteigen können. Die Landesmeister, die sich nicht für eine Champions League-Teilnahme qualifizieren können, erhalten einen Solidaritätsbeitrag aus den Fernseheinnahmen der UEFA.
Zunächst treten die Teams in acht Gruppen mit jeweils vier Mannschaften in Hin- und Rückspielen gegeneinander an. Die beiden Gruppenbesten erreichen das Achtelfinale der Champions League, während der Dritte im Sechzehntelfinale der laufenden Europa League weiterspielt und der Vierte ganz aus den europäischen Wettbewerben ausscheidet. Die weiteren Begegnungen werden als K.o.-Runden ausgetragen, wobei sich die Mannschaften ebenfalls in Hin- und Rückspiel gegenüberstehen. Nur das Finale wird als Einzelspiel in einem vor der Saison festgelegten Stadion durchgeführt.
Rekordsieger der Champions League sind Real Madrid und der AC Mailand, Madrid kann jedoch zusätzlich auf sechs Landesmeistertitel verweisen. Die meisten Einsätze hatte Paolo Maldini (139), Rekordtorschütze ist Raúl González Blanco (66). Der höchste Sieg gelang dem FC Liverpool in der Saison 2007/08 gegen Besiktas Istanbul mit 8:0. Deutsche Champions-League-Gewinner sind Borussia Dortmund und der FC Bayern München, den Pokal der Landesmeister konnten der Hamburger SV und wiederum Bayern München gewinnen.